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Arztbrief mit ChatGPT oder mit Diktara? Was im Praxisalltag wirklich zählt

Markus Bauer2 Min. Lesezeit
Vergleich

Viele Praxen testen ChatGPT für den Arztbrief – und sind erst einmal überrascht, wie gut das geht. Wir vergleichen ehrlich, wo allgemeine KI an ihre Grenzen kommt und wann sich ein spezialisiertes Werkzeug lohnt.

Man muss es offen sagen: Ein gut formulierter Prompt und ein paar Stichpunkte – und ChatGPT liefert einen erstaunlich brauchbaren Arztbrief-Entwurf. Allgemeine Sprachmodelle sind starke Schreibhilfen, und es ergibt Sinn, dass viele Praxen damit experimentieren. Die Frage ist nur, was passiert, wenn aus dem Experiment Alltag mit echten Patientendaten wird.

Der entscheidende Unterschied: die Daten

Gesundheitsdaten zählen nach der DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Allgemeine KI-Dienste verarbeiten Eingaben häufig außerhalb der EU und nutzen sie unter Umständen zur Verbesserung ihrer Modelle. Für eine Praxis ist das heikel. Diktara ist genau für diesen Kontext gebaut: Server in Österreich, kein Training mit Ihren Daten, ein Auftragsverarbeitungsvertrag als Grundlage.

DiktaraAllgemeine KI (z. B. ChatGPT)
DatenstandortServer in Österreichoft außerhalb der EU
Training mit Eingabenkein Training mit Ihren Datenhäufig standardmäßig aktiv
Eingabehört das Gespräch live mitSie tippen oder fügen Stichpunkte ein
Dialekt & Fachspracheauf AT/DE-Dialekt und Fachsprache ausgelegtallgemein, nicht medizinisch spezialisiert
Erfundene Inhaltejede Aussage an die Gesprächsstelle gebundenkann plausibel klingenden Text ergänzen
Vorlagen & Übergabeeigene Vorlagen, Export ins PVS/KISmanuell

Diktara: alles in Österreich verarbeitet – 50 % Rabatt im ersten Jahr.

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Das Problem mit erfundenen Inhalten

Allgemeine Modelle sind darauf trainiert, plausibel klingenden Text zu erzeugen. Plausibel ist aber nicht dasselbe wie korrekt. Ohne feste Bindung an die Quelle kann ein Modell Lücken „glätten“ und Inhalte ergänzen, die nie gesagt wurden. In der Medizin ist das kein Schönheitsfehler. Diktara bindet jede Formulierung an die konkrete Stelle im Gespräch – was nicht gesagt wurde, taucht im Entwurf nicht auf.

Wann ChatGPT reicht – und wann nicht

Für allgemeine Texte, zum Umformulieren oder als Ideengeber sind Werkzeuge wie ChatGPT hervorragend, und das bleiben sie auch. Sobald aber echte Patientendaten im Spiel sind, verschieben sich die Anforderungen: Datenstandort, Nachvollziehbarkeit und ein Ablauf, der ohne Abtippen funktioniert. Genau dafür ist ein spezialisiertes Werkzeug wie Diktara gemacht.

Die richtige Frage ist nicht „Kann KI einen Arztbrief schreiben?“, sondern „Darf ich diesem Brief – und seinem Umgang mit den Daten – vertrauen?“