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DSGVO-konforme KI in der Arztpraxis: Was Sie wissen müssen

Markus Bauer1 Min. Lesezeit
Datenschutz

Patientendaten zählen zu den schützenswertesten Daten überhaupt. Was bedeutet das für den Einsatz von KI – und worauf sollten Praxen bei der Auswahl achten?

Gesundheitsdaten gehören nach der DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Wer sie verarbeitet, trägt eine erhöhte Verantwortung – und das gilt auch, sobald KI ins Spiel kommt.

Wo die Daten liegen, entscheidet

Der wichtigste Punkt zuerst: Es macht einen Unterschied, in welchem Land die Server stehen. Werden Patientendaten in Rechenzentren außerhalb der EU verarbeitet, entstehen rechtliche Graubereiche, die in einer Praxis nichts zu suchen haben. Daten, die Österreich nicht verlassen, sind keine Marketing-Floskel, sondern eine handfeste Risikoreduktion.

Drei Fragen, die jede Praxis stellen sollte

  • Wo werden die Daten gespeichert und verarbeitet – und lässt sich das vertraglich zusichern?
  • Werden meine Inhalte zum Training von KI-Modellen verwendet?
  • Wird die Audioaufnahme dauerhaft gespeichert oder nach der Verarbeitung verworfen?

Wenn auf eine dieser Fragen keine klare Antwort kommt, ist Vorsicht geboten. Seriöse Anbieter legen offen, was mit den Daten geschieht – schriftlich, nicht nur im Verkaufsgespräch.

Kein Training mit Ihren Daten

Viele allgemeine KI-Dienste nutzen Eingaben standardmäßig zur Verbesserung ihrer Modelle. Im medizinischen Kontext ist das nicht akzeptabel. Patientengespräche dürfen ausschließlich für die unmittelbare Verarbeitung verwendet und danach nicht weiterverwertet werden.

DSGVO-Konformität ist kein Häkchen am Ende einer Liste – sie muss in die Architektur eingebaut sein.

Verantwortung bleibt bei der Praxis

Auch die beste Technik nimmt der behandelnden Person die Verantwortung nicht ab. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag, transparente Prozesse und ein bewusster Umgang mit der Aufklärung der Patient:innen gehören dazu. Die richtige Software macht diesen Weg leichter – ersetzen kann sie ihn nicht.